23
Aug
2006

Mein September 11 2001 in China

Ich hab den Tag genau in Erinnerung. An dem Tag war ich in Beijing. Ich arbeite als Reiseleiter und meine Gruppe aus Deutschland sollte an diesem Tag von Deutschland nach Beijing fliegen. Durch die Zeitverschiebung passierte das in NY abends etwa gegen 21 h Beijing Time. Ich sass grad in einer Bar, wo sich viele andere Auslaender aber auch Chinesen vergnuegen und hab ein Bier vor mir stehen gehabt. Eigentlich laeuft in der Bar auf mehreren Fernsehern verschiedne Sportkanaele. Die wurden ploetzlich unterbrochen und es kamen Bilder von dem ersten brennenden Turm. Ich weiss noch genau, dass ich gleich den wirklich dummen Witz riss: "Also die Amerikanischen Piloten sind doch wirklich dumm, in so ein grosses Gebaeude zu fliegen." Dann kamen aber immer mehr Bilder und es wurde immer deutlicher, was passiert war. In der Bar laeuft sonst eigentlich auch Lifemusik. Die Band musste dann aber irgendwann aufhoeren als immer klarer wurde was dort in NY passiert war. Gebannt starrten alle auf die Bildschirme. Gegen 1 h morgens bin ich dann zurueck in mein Hotel und hab dort noch weiter 2 Stunde die Berichte fassungslos angesehen. Am Morgen hatte die China Daily ein Bild von einem der zusammenstuerzenden Tuerme auf der Titelseite. Mit der Zeitung fuhr ich zum Flughafen, um meine Gruppe abzuholen. Die hatten in Frankfurt am Flughafen auf den Bildschirmen den Anfang gesehen, mussten dann aber ins Flugzeug steigen und konnten so nicht mehr sehen, wie die Tuerme zusammenstuerzten. Der Flug wurde ohne Probleme abgefertigt, bei den naechsten maschinen die Frankfurt verlassen haben, soll es dann Verspaetungen gegeben haben. Einige haben wirklich sehr ungern diesen Flug angetreten, wie sie mir hinterher erzaehlten.Wegen des heiklen Themas hat es auch im Flugzeug selbst keine naeheren Informationen gegeben, sodass die Passagiere im Ungewissen blieben. Fassungslos sahen sie sich dann die Zeitung an, die ich ihnen mitgebracht hatte und wir fuhren sofort ins Hotel, um weitere Nachrichten zu bekommen, denn man konnte ja nicht wissen, was das fuer Konsequenzen auf der ganzen Welt hatte. Normalerweise macht man am ersten Tag gleich Besichtigung, aber in Anbetracht der Ereignisse, war niemand in der Stimmung fuer Sighseeing. In China wurden dann auf den Flughaefen sofort die Sicherheitsbestimmungen verstaerkt. Auf den naechsten Fluegen mit dieser Gruppe durchs Land mussten wir am Flughafen die Schuhe ausziehen und schon damals wurden Getraenkeflaschen kontrolliert. Ganz schlimm hatte es amerikanische Gruppen getroffen, denn die sassen fuer ein paar Tage in China fest, weil ja kein Flugzeug mehr aus Amerika kam, mit dem sie haetten zurueckfliegen konnten. So weit ich mich erinnern kann hat es auch recht lange gedauert, dass wieder amerikanische Gruppe in ausreichender Gruppenstaerke nach China reisten. Obwohl China wenig gefaehrdet ist, so sind doch auch hier die amerikanischen Botschaften und Konsulate hermetisch abgeriegelt.

Eigentlich alles Normal, bis der Fernseher anwar!

Eigentlich war alles normal an dem Tag. Das Schuljahr hatte gerade erst begonnen, wir nahmen also noch sehr leichten Stoff in der Schule durch. Es verlief eigentlich alles so, wie es immer verlief: Um zehn nach eins hatte ich Schule aus , um halb zwei war ich zu Hause. Machte mir was zu essen und schaltete den Fernseher ein. Ich guckte wie immer Die Oliver Geißen Show, weil sonst nix anderes kam. Circa Viertel vor 2 war Werbung. Naja, sollte zumindestens sein. RTL unterbrach den Werbeblock für einen Newsblock mit den Aktuellen Geschehnissen aus New York. Peter Klöppel schaltete Live nach New York, wo man den brennden Nordturm sah. Es wurde gesagt, dass es sich um einen Flugzeugeinschlag handle und es nur ein Unglück sei. Die Zeit, die also mit Werbung gefüllt sein sollte war also mit den Nachrichtem ums WTC gefült. Die Oliver Geißen Show lief zu Ende und es kam nochmal ein Nachrichtenblock mit Liveschaltungen. Doch diesmal handelte es sich um einen sehr langen Nachrichtenblock. Kurz nachdem Oliver Geißen zu Ende war flog während der Liveschaltung das zweite Flugzeug in den Südturm. Es gab eine riesen große Explosion. Trümmerteile flogen durch die Luft. Ich war zu tiefst geschockt. Selbst Peter Klöppel war für einige Minuten total stumm. Es vergang ungefähr eine Stunde in der ich wie gebannt auf den Fernseher schaute. Ich war total betroffen. Und dann passierte es: Der Südturm flog in sich zusammen. Meine Gedanken waren ganz bei den Menschen die zum Zeitpunkt im Tower waren. Die große Staubwand schob sich durch die engen Häuserschluchten New Yorks. Kurze Zeit flog auch der Norturm in sich zusammen, wieder schob sich eine noch größere Staubwolke durch New York. Ich war wie gelähmt. Ich wollte nicht vom Fernseher weg. Bis in die Nacht hinein hatte ich nichts anderes mehr im sinn, als am Fernseher zu kleben.
9/11

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